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Der Angriff auf den Drachentempel war eine geheime Kommandoaktion unter der Elfe Alathaia gegen die Schlangenkönigin. Die Attacke fand ca. 300 Jahre nach der ersten Krönung von Emerelle zur Königin statt und nur sechs Monde vor dem erneut stattfindenden Fest der Lichter.[1] Alathaia handelte im Auftrag der Königin.

Hintergrund zum Angriff Bearbeiten

Die Königin Emerelle gab gegenüber Alathaia als Grund für den Angriff an, dass sie eine fremde Herrschaft so nahe an Vahan Calyd nicht dulden könne.[2]

Gerüchte um vorangegangene Angriffe Bearbeiten

Alathaia hatte Gerüchte um vorangegangene und gescheiterte Angriffe gehört. Zudem hatte der Haushofmeister Alvias sie extra ermahnt vorsichtig zu sein.[3] Sie bewahrheiten sich, als Alathaia den Tempel erreicht und davor ein verlassenes Boot findet.[4]

Truppenstärke und Zusammensetzung Bearbeiten

Unter Führung von Alathaia befanden sich 108 Kämpfer aufgeteilt in drei Langbooten.[2] Alle Kämpfer hatten einen dunklen Ruf, waren also Krieger, Jäger, Meuchler oder Diebe. Die Anführer der Boote waren Annella, Coleen und Gafayn.[5] Zu ihren Kriegern zählen auch unter anderem Asnell und Forayn.[6] Unter den Kriegern befinden sich auch einige Zauberweber.[7]

Ihr ortskundiger Führer war der Holde Wanderan.

Auf Seiten den Schlangenkönigin befanden sich mehr Kobolde als Alathaia insgesamt Kämpfer mitgeführt hatte. Dazu verfügte sie über viele Alligatormänner und weitere Echsenwesen.

Vorbereitung auf den Angriff Bearbeiten

Auf Befehl der Elfenkönigin Emerelle musste der Angriff bis zur Entdeckung durch den Feind völlig ohne Einsatz von Magie stattfinden. Dies war nötig, da die Schlangenkönigin als wahre Meisterin der Magie galt und in ihrem Domizil in den Mangroven jede Veränderung an den Kraftlinien spüren konnte und somit gewarnt gewesen wäre.[8]

Die Suche nach den geeigneten Kämpfern und das Training derer nahm drei Jahre in Anspruch. Dabei wurden die unterschiedlichsten Arten des Angriffes geprobt und die indivudellen Fähigkeiten der Kämpfer geschliffen.[9] Während der Ausbildung haben die zwangsrekrutierten Kämpfer dreimal versucht Alathaia umzubringen.[10]

Zur weiteren Vorbereitung sammelt Alathaia alle Schriften über den Tempel. Die meisten erhält sie von Meliander, der aber selbst nichts über den Tempel sagen will.[11] Diese Schriften sind sehr detailiert und offenbaren einen Schacht auf dem Dach des Tempels.

Die drei Langboote waren extra mit Ruß geschwärzt worden und die Segel aus schwarzem Tuch. Jeder Kämpfer hatte schwarze Kleidung an.[2]

Ablauf Bearbeiten

Die drei Langboote starten unter Alathaia und ihrer 108 Kämpfer mit gehissten Segeln von Vahan Calyd Richtung Drachentempel. Nach einigen Stunden nutzen sie nur noch die Ruder, um jeden Laut zu vermeiden.[8]

Nach einiger Zeit flammten vor ihnen Lichter auf, zum Zeichen das sie entdeckt worden waren. Während des kurzen und plötzlichen Platzregens verschwindet ihr Führer Wanderan spurlos.[12]

Als sie das erste der Lichter erreichen, sehen sie einen Pfahl aus dem Wasser ragen, an dem ein Elf mit magischen Fähigkeiten eingebunden wurde. Dieser greift Alathaia mental an. Seine Fähigkeiten wurden künstlich verstärkt. Bevor Alathaia überwältigt werden kann, wird der mentale Kampf durch einen Pfeil Annellas unterbrochen, welcher dem Wesen in der Brust stecken blieb. Noch während das Wesen sich heilt streckt Alathaia dieses mit ihrer Drachenklinge nieder indem sie ihm den Kopf abschlägt.[8]

Sie setzen ihre Bootsreise fohrt und passieren weitere Pfähle an denen sie nicht mehr angegriffen werden. Zu diesem Zeitpunkt wirkt die Schlangenkönigin einen Zauber, der bewirkt, dass sich alles Licht am Drachentempel sammelt. Die Umgebung wird komplett schwarz. Kurz darauf erreichen sie den Tempel.[13]

Annella macht Alathaia darauf aufmerksam, das die vermeintlichen Schädelaffen in Wahrheit verkleidete Kobolde sind, die ihnen allein schon zahlenmäßig überlegen sind. Unter diesen befindet sich Wanderan.[14]

Die Kämpfer machen sich mit Schilden für die Anlandung bereit. Bei Ertönen eines Hornes stürmen die Krieger von den Booten. Währenddessen wirken ihre Zauberweber einen Wind, welcher die Blasrohrpfeile der Kobolde wegweht. Sie bahnen sich einen Weg an die Fassade des Tempels und stellen Leitern an, damit sie das Dach erreichen können.[15] Neben Coleen erreicht Alathaia das Dach, während ihre Kämpfer am Boden durch die Tempelwachen in Bedrängnis geraten. Coleen wird durch einen Alligatormann geköpft. Mithilfe von Annella kann Alathaia das Wesen töten.

Alathaia seilt sich alleine den Schacht herunter, während Annella und weitere Elfen versuchen das Dach zu halten. Im Tempel wird sie bereis von der Schlangenkönigin erwartet. Diese lehnt das von der Elfe unterbreitete Angebot zur Aufgabe ab. Es stellt sich heraus, dass die Blasrohrschützen der Kobolde kein tödliches Gift verwenden. Die Elfen sollen nur kampfunfähig gemacht werden, damit man sie in die Zellen unterhalb des Tempels bringen kann.

Nach einem kurzen Wortgefecht erkennt Alathaia die Gelegenheit, als die Schlangenkönigin kurz abgelenkt ist, da Annella den Schacht herunterkommt. Ihr Angriff geht jedoch ins Leere, dafür wird sie von ihr gebissen. Siegessicher erklärt die Schlangenkönigin der Elfe, dass sie um sie beide einen Kokon aus Magie gewoben hat, der beiden erlaubt sich schneller zu bewegen. Alathaia kann den Zauber brechen, woraufhin ein von Annella geschossener Pfeil in der Brust der Schlangenkönigin stecken bleibt. Bevor diese sich heilen kann, stößt ihr Alathaia ihr Schwert in den Körper.

Kurz bevor Alathaia an den Folgen des Giftes sterben kann, findet Annella die Karfunkelsteine der Schlangenkönigin und heilt damit ihre Anführerin. Gafayn erklärt ihr, dass nach dem Tod der Schlangenkönigin deren Kreaturen geflohen sind. Dennoch sind einige Tote unter den Elfen zu beklagen.

Auswirkungen Bearbeiten

Alathaia stellt fest, dass sie von der Elfenkönigin hintergangen worden ist. Sie weiss nun, dass egal wie der Kampf ausgegangen wäre, eine Rivalin von Emerelle Tod wäre. Von nun an will sie sich im Ränkeschmieden an der Königin ein Beispiel nehmen.

Um sich für den Tag zu wappnen, an dem Emerelle ihr auch ein solches Kommando an den Hals jagt, bindet sie die Überlebenden Krieger an sich. Sie sollen, wenn sie Fürstin ist, auf Langollion leben und ihren gerechten Lohn empfangen. Sie nennt sie "Schattenkrieger". Sie verschweigt außerdem der Königin die Existenz der beiden Karfunkelsteine und nimmt sich vor, mehr über diese herauszufinden.

Quellen Bearbeiten

  1. Elfenlicht (Heyne 2014), S. 910
  2. 2,0 2,1 2,2 Elfenlicht (Heyne 2014), S. 908
  3. Elfenlicht (Heyne 2014), S. 912
  4. Elfenlicht (Heyne 2014), S. 922
  5. Elfenlicht (Heyne 2014), S. 915
  6. Elfenlicht (Heyne 2014), S. 918
  7. Elfenlicht (Heyne 2014), S. 926
  8. 8,0 8,1 8,2 Elfenlicht (Heyne 2014), S. 907f.
  9. Elfenlicht (Heyne 2014), S. 913f.
  10. Elfenlicht (Heyne 2014), S. 920
  11. Elfenlicht (Heyne 2014), S. 925
  12. Elfenlicht (Heyne 2014), S. 912f.
  13. Elfenlicht (Heyne 2014), S. 919
  14. Elfenlicht (Heyne 2014), S. 924
  15. Elfenlicht (Heyne 2014), S. 926
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