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Die Silberschüssel oder auch Silberschale ist ein magischer Gegenstand. Meliander nimmt anhand seiner recherchierten Faken an, dass die Silberschüssel von den Yingiz erschaffen wurde.[1] Der Goldene[2] sowie auch der Dunkle[3] gehen hingegen davon aus, dass die Devanthar die Erschaffer der Silberschale waren. Eine exakte Zuordnung ist daher nicht möglich. Ihr wohnt eine den Albenkindern völlig fremde Magie inne. Sie wurde wahrscheinlich von den vertriebenen Yingiz geschickt, um mit der Zeit durch die durchweg schlecht erscheinenden Zukünfte Zwietracht zu sehen. Die Schale besitzt dabei eine bösartige und lebendige Aura (Skanga in Elfenkönigin s. 82).

Aussehen Bearbeiten

Die Silberschüssel ist ein wenig größer als eine Elfenhand. Sie besteht aus schlecht gehämmerten Silber.[2]

Fertigkeiten Bearbeiten

Füllt man beliebiges Wasser in die Schüssel zeigt diese Bilder von möglichen Zukünften.[4] Der erfahrene Nutzer kann dabei auch ein bestimmtes Ziel suchen. Durch Blutmagie kann aber dieser Blick in die Zukunft verschleiert werden. Zusätzlich erschwert wird die Suche da die Zukunft einem Baum gleicht: Je mehr Entscheidungen, desto mehr Wege an denen weitere Entscheidungen warten. So ist es selbst Emerelle unmöglich, das Ende einer Schlacht zu sehen, da dort zu viele Entscheidungen getroffen und wieder geändert werden.

Die Silberschüssel zeigt immer eine tatsächlich mögliche Zukunft. Es ist ihr also nicht möglich zu "lügen". Es ist allerdings ihre Natur immer nur das schlechte an der möglichen Zukunft hervorzuheben.

Die Schüssel schützt den Betrachter davor, dass andere in dessen Gedanken eindringen um das Erblickte zu sehen. Selbst die Himmelsschlangen können dann nicht in diese Gedanken eindringen.[2]

Geschichte Bearbeiten

Die erste bekannte Station der Silberschüssel war bei den Zwergen zur Zeit der Herrschaft der Himmelsschlangen. Was die Zwerge dort erblickten ist allerdings nicht bekannt.[2]

Lyvianne stiehlt sie den Zwergen und bringt sie ihrem Meister, dem Goldenen. Auch was Lyvianne in der Schüssel gesehen hat ist nicht bekannt. Der Goldene hingegen sah den Fall der Himmelsschlangen und die Degenerierung der Drachen zu minderen Tieren. Daraufhin verlor er seinen inneren Frieden und begann sich stark zu verändern.[5] Die Silberschüssel hat spätestens jetzt ein großes Unglück herauf beschworen, da der Mord an sieben Alben durch den Goldenen auf die Zukünfte der Silberschüssel zurückzuführen ist. Während der Goldene die Schüssel besaß gewährte er erst dem Dunklen und später den restlichen Himmelsschlangen einen Blick in die Schüssel. Diese sahen ausnahmslos ihren Tod und den der meisten restlichen Drachen. Darüber hinaus sah der Goldene immer wieder den Tod des Dunklen durch einen von dessen Getreuen und die Elfe, welche in ferner Zukunft über ganz Albenmark herrschen wird.

Die Silberschüssel gelangt wesentlich später in die Hände von Meliander. Dieser erforscht sie. Dabei stellt er fest, dass Albenmark vermeintlich dem Untergang geweiht ist. Er schreibt viele der Zukünfte in seinem Werk "Die Wege der Alben" nieder und begeht Selbstmord. Sein Diener nimmt aufgrund Meliander´s letzten Befehls die Schüssel mit sich.

Emerelle findet Cabak, den Diener ihre Bruders und nimmt diesem die Silberschüssel ab. Daraufhin nutzt Emerelle sie ausgiebig um Albenmark zu regieren. Davor aber nutzt sie das Wissen, um ihren Geliebte Mahawan zu retten. Da dieser allerdings nicht zu der ihm bestimmten Zeit starb, wurde seine Seele wenig später in der Zerbrochenen Welt verschlungen und konnte nicht mehr in den Seelenhort gelangen. Dadurch wird Emerelle sehr vorsichtig die Zukunft zu stark zu beeinflussen. Aber einige ihrer größten Entscheidungen traf sie auf Grundlage der möglichen Zukünfte der Silberschüssel. Dazu zählen der Fortgang der Zwerge und der Freien von Valemas, sowie der Verrat an den Trollen am Ende des 2. Trollkrieges.

Quellen Bearbeiten

  1. Elfenlicht (Heyne 2014), S. 421
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Drachenelfen (Heyne 2011), S. 188
  3. Drachenelfen - Himmel in Flammen (Heyne 2016), S. 593
  4. Drachenelfen (Heyne 2011), S. 189
  5. Drachenelfen (Heyne 2011), S. 189f.
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