Elfen Wiki

Bei der Zerschlagung der Neuen Ritterschaft handelt es sich um einen Kirchenbann, ausgesprochen von den sieben Heptarchen von Aniscans. Dies resultiert in direkter Folge aus einem Machtkampf innerhalb der Führungsebene der Tjuredkirche zulasten der Neuen Ritterschaft.

Ausgangslage[]

Die beiden großen Ritterorden stehen seit der Gründung der Neuen Ritterschaft in ständiger Konkurrenz zueinander.[1] Die Neue Ritterschaft betrachtet sich in jeglicher Hinsicht als Elite der Tjuredkirche.[2] Im Laufe der Kämpfe um Drusna während der Tjuredkriege bekommt die Neue Ritterschaft beim Konzil von Iskendria die Oberherrschaft über die Armeen zugesprochen.[3] Da der junge Orden die Wende in den zähen Kämpfen bringen und Fürstentum um Fürstentum in Drusna erobern kann, steigt die Macht der Neuen Ritterschaft beträchtlich an.[4] Dies geschieht zum großen Ärger des Ordens vom Aschenbaum.[2]

Die Entführung Gishilds vertieft den Graben zwischen den Ritterorden.[5] Die Tat wird als militärisch wertlos erachtet, da Gishild offiziell für tot erklärt wird. Besonders schwer wiegt dabei der Umstand, dass knapp 1.000 Soldaten getötet oder verschwunden sind.[6]

Der von Lilianne de Droy gedemütigte Erzverweser von Drusna, Bruder Charles, erreicht eine private Audienz bei sechs der sieben Heptarchen.[7] Der Heptarch und Großmeister der Neuen Ritterschaft ist dabei wegen Krankheit (vermutlich aufgrund eines Giftes) nicht zugegen.[7] Dieser stirbt kurze Zeit später. Im Anschluss daran ernennen die Heptarchen nicht den neuen Großmeister der Neuen Ritterschaft, sondern den Großmeister des Ordens vom Aschenbaum Tarquinon zu einem der ihren.[8] Damit verliert die Neue Ritterschaft nicht nur an Unterstützung bei den Heptarchen, im neuen Heptarch haben sie sogar einen Feind. Die Heptarchen beschließen das Oberkommando über die Kirchenheere wieder dem Orden vom Aschenbaum zu übergeben.[7]

Einige Zeit später stirbt Bruder Charles auf grausame Weise. Er kann kurz vor seinem Tod noch die Wörter "Valloncour" und "Droy" aufschreiben.[8] Aus diesem Grund gehen die Heptarchen und der Orden vom Aschenbaum davon aus, dass die Neue Ritterschaft seinen Tod aus Rache geplant hat. Ihr Ansehen sinkt weiter.

Es entbrennt ein geheimer Machtkampf zwischen den Ritterorden, dessen Ausmaß den niederen Rängen der Ritter nicht bekannt ist.[9] Der Orden vom Aschenbaum bekommt dabei immer mehr Oberwasser.[10]

Der erfolgreiche Angriff auf Valloncour durch die Elfen lässt die Neue Ritterschaft in den Augen der restlichen Kirche als unfähig dastehen.[11] Dies hat vor allem zwei Gründe:

  • Keine Elfenleichen wurden zurückgelassen, mit denen man das Desaster in einen großen Sieg hätte umdichten können.[12]
  • Weit über hundert tote Ordensritter sind zu beklagen.[12]

Neue Ritterschaft[]

Die Neue Ritterschaft verfügt vor dem Kirchenbann über riesigen Landbesitz, eine große Flotte, die stärksten Kommandoeinheiten und nach dem Konzil von Iskendria über das Kommando aller Soldaten.[2] Sie gelten als bessere und fanatischere Krieger.[1]

Orden vom Aschenbaum[]

Der Orden vom Aschenbaum ist der älteste und größte militärische Orden der Tjuredkirche.[1] Sie sind reich und sehr mächtig und gebieten über tausende Ritter.[1]

Gründe der Zerschlagung und Verhaftung Honorés[]

Der Heptarch Tarquinon bekommt über Kanäle des Ordens vom Aschenbaum (von Fernando gefälschte) Briefe zugespielt, in denen der Primarch der Neuen Ritterschaft Honore einen Putsch gegen die Heptarchen vorbereitet.[13] Er erkennt sie zwar als gefälschte Briefe, nutzt sie jedoch für seine Zwecke und lässt die sich in Aniscans befindenden Ordensritter der Neuen Ritterschaft festnehmen und von den Fragenden verhören.[14]

Mit einiger Verspätung erreicht Honore Aniscans und betritt mit seiner Eskorte von 50 Rittern und 250 Ordenssoldaten die innere Stadt.[15] Honore wundert sich zunehmend, keine Person in der inneren Stadt anzutreffen als sie den Platz des heiligen Zorns betreten und die Henkertribüne sehen. Der Anführer der Eskorte, Ordensmarschall Miguel de Tosa, warnt Honore vor einem Hinterhalt, was dieser nicht glauben kann.[16] Honore betritt die Henkertribüne und entdeckt dort unter den sieben Hingerichteten Guy de Arniers, den Großmeister der Neuen Ritterschaft. Bevor sie sich jedoch zurückziehen können, erscheint der Großmeister des Ordens vom Aschenbaum, Tarquinon, und klagt Honore des Hochverrats gegen die Heptarchen an.[17] Mithilfe herbeigerufener Soldaten besiegt Tarquinon Honores Eskorte und verwundet ihn indem er ihm die Hand abhackt und in den Kopf schießt.[18]

Honore überlebt jedoch, kann sich aber nun ohne Zunge und nur noch mit einer Hand unzureichend verständigen. Er wird in den Kerker von Aniscans gebracht und dort eine Woche lang von Bruder Mathias, einem der Fragenden, gefoltert. Ihm wird, damit er sich gar nicht mehr mitteilen kann, die unverletzte Hand mit einem Hufeisen gebrochen.[19] Nach Ablauf der Woche erscheinen die Heptarchen Tarquinon und Gilles de Montcalm. Letzterer erkennt die Wahrheit, dass Honore keinen Verrat geplant hat und eröffnet dies unter den Augen des gefangenen Honores Tarquinon. [20] Beide einigen sich zu Honores entsetzen auf die Zerschlagung der Neuen Ritterschaft und die Hinrichtung Honores.[21]

Offizielle Gründe des Kirchenbanns[]

  • Versuchte Machtergreifung durch den Primarchen Honore[22]
  • Bündnis mit den Elfen[22]
  • Unzucht des Ordens mit den Elfen[22][23]
  • Die Neue Ritterschaft ist dekadent[23]

Einigung unter den Heptarchen über den Kirchenbann[]

Der alte Heptarch de Montcalm fordert mehr Macht, wenn er den Kirchenbann unterstützen soll. Gilles entscheidet sich, dass Tarquinon einer Änderung der Ordensregel zustimmen soll, in der:[24]

  • Künftig ein Primarch dem Großmeister gleichgestellt wird
  • Alle Befehle des Großmeisters müssen künftig auch das Siegel des Primarchen enthalten
  • Das Haupthaus des Ordens nach Aniscans verlegt werden soll, um ihn besser überwachen zu können
  • Die Zahl der Ordensritter, die sich gleichzeitig in der inneren Stadt von Aniscans aufhalten dürfen beschränkt wird

Im Gegenzug bietet Gilles an:[24]

  • Die Wahrheit über die angebliche Verschwörung zu verschweigen
  • Die Neue Ritterschaft wird mit dem Kirchenbann belegt
  • Alles was dem Orden gehört (Ritter, Liegenschaften, Schiffe, etc.) wird dem Orden vom Aschenbaum unterstellt

Tarquinon stimmt der Zerschlagung der Neuen Ritterschaft und (notgedrungen) der teilweisen Entmachtung seines Ordens zu.[25]

Ablauf der Auflösung des Ordens[]

Am Tag der Hinrichtung beginnt offiziell die Zerschlagung der Neuen Ritterschaft. Sie wurde zunächst geheim gehalten, um die Gegenwehr zu verringern. Nachdem zuletzt der Abt Henk van Bloemendijk und der Ordensmarschall Miguel de Tosa mit der Garotte hingerichtet worden sind, wird zum Abschluss Honore auf die Garotte gesetzt.[26] Dieser kann die gestohlenen magischen Schätze aus Albenmark, die auf dem Platz ausgestellt worden sind, spüren und mithilfe seiner Gabe als Mitgliedes des Ordens des Blutes seine Gesundheit (bis auf seine abgeschlagene Hand) heilen. Die anwesenden Würdenträger werden auf das "Wunder" aufmerksam. Bevor ihm ein Knebel angelegt werden kann, klagt Honore öffentlich Tarquinon des Hochverrats an. Im Anschluss daran entwickelt sich zwischen Tarquinon und Honore ein Wortgefecht, dass Gilles unterbricht um die Kirche vor Schaden zu bewahren.[27] Gilles entschließt sich, dass Todesurteil für Honore auszusetzen und ihn zurück in den Kerker zu schicken.

Am selben Tag wird an jener einzelnen Ordensniederlassung der Neuen Ritterschaft durch den Orden vom Aschenbaum der Kirchenbann vollstreckt.[28][29] Die meisten Ordenshäuser können sie widerstandslos einnehmen. Nur in wenigen Niederlassungen wird gekämpft oder sich anderweitig widersetzt:

  • Am Tag als ihr Primarch Honore in Aniscans hingerichtet werden soll erreicht Louis de Belsazar, ein Bote der Heptarchen, den Flottenstützpunkt. Im Rabenturm übergibt er die Anordnung der Heptarchen über den Kirchenbann an die Anwesenden Alvarez de Alba und die Schwestern Lilianne und Michelle de Droy.[30] Sie erbitten sich Zeit sich zu besprechen, dem Louis nachkommt. Als er zurückkommt ist Alvarez von einem elfischen Bogenschützen ermordet worden. Michelle versucht den elfischen Heckenschützen zu stellen, scheitert aber.[31][32] Die Schwestern de Droy stimmen notgedrungen dem Kirchenbann zu, fordern aber dass Lilianne persönlich mit dem Ordensmarschall über den Übergang verhandelt. Louis stimmt dem erzürnt aber hilflos zu.[33] Nach ihrer Unterredung mit Erilgar und Ignazius Randt kehrt Lilianne zum Rabenturm zurück. Dort erklärt sie Michelle unter vier Augen, dass sie zum Orden vom Aschenbaum übergetreten ist und alle Ritter der Neuen Ritterschaft ihr das gleichtun müssen. Michelle lässt sich schließlich von der Notwendigkeit überzeugen.[34] Während Lilianne nun versucht die übrigen Würdenträger der Neuen Ritterschaft, darunter Justin und Catherine, zu überzeugen, wartet Michelle mit 100 Schwertkämpfern um notwendig einzugreifen.[35] Da sich die versammelten Ritter dazu entschließen Lilianne zu folgen, wird Michelle mit den Soldaten nicht mehr gebraucht.
  • In Aniscans wehren sich die 40 anwesenden Ritter. Erst mit zwei ganzen Regimentern können sie niedergeworfen werden.[29]
  • Valloncour weigert sich den Kirchenbann anzunehmen. Sie werden daraufhin vom Orden vom Aschenbaum belagert.[36] Erst Lilianne und Michelle de Droy können sie später von einer Aufgabe und Eingliederung in den älteren Orden überzeugen.[37]

Quellen[]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 273
  2. 2,0 2,1 2,2 Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 180
  3. Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 27
  4. Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 84
  5. Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 370
  6. Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 229ff.
  7. 7,0 7,1 7,2 Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 458
  8. 8,0 8,1 Elfenritter - Die Ordensburg (Heyne 2007), S. 512
  9. Elfenritter - Die Albenmark (Heyne 2008), S. 51
  10. Elfenritter - Die Albenmark (Heyne 2008), S. 270
  11. Elfenritter - Die Albenmark (Heyne 2008), S. 466
  12. 12,0 12,1 Elfenritter - Die Albenmark (Heyne 2008), S. 432
  13. Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 158ff.
  14. Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 183
  15. Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 178
  16. Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 182
  17. Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 184
  18. Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 188
  19. Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 206f.
  20. Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 230ff.
  21. Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 234f.
  22. 22,0 22,1 22,2 Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 402
  23. 23,0 23,1 Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 235
  24. 24,0 24,1 Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), Seite 233ff.
  25. Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), Seite 234f.
  26. Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 283ff.
  27. Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 300
  28. Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 235
  29. 29,0 29,1 Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 285
  30. Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 267ff.
  31. Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 274
  32. Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 282f.
  33. Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 280
  34. Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 367ff.
  35. Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 380
  36. Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 403
  37. Elfenritter - Das Fjordland (Heyne 2008), S. 621